Deutschland und Indien verbinden grundlegende Werte 

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Reise des Kanzlers nach Indien  Deutschland und Indien verbinden grundlegende Werte 

Es war seine erste Reise im Amt nach Südasien: Bundeskanzler Merz ist vom 12. bis 13. Januar nach Indien gereist. Dort empfing ihn Premierminister Modi in seinem Heimatbundesstaat Gujarat zu Gesprächen. Zudem besuchte er das Unternehmen Bosch in Bangalore.

Das Foto zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz gestikuliert (Namaste) neben Narendra Modi, Indiens Premierminister.

2026 begehen Deutschland und Indien das Jubiläum von 75 Jahren bilateraler Beziehungen und 25 Jahren strategischer Partnerschaft.

Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Für Deutschland ist Indien als weltweit größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner. Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem mehrtägigen offiziellen Besuch nach Indien gereist. Der indische Premierminister Narendra Modi empfing den Bundeskanzler in seinem Heimatbundesstaat Gujarat zu Gesprächen – ein Zeichen der engen deutsch-indischen Beziehungen und der Wertschätzung.

„Deutschland als größter Staat der Europäischen Union und Indien als größte Demokratie der Welt verbinden grundlegende Werte. Das hochdynamische Indien und das hochtechnologische Deutschland teilen wesentliche Interessen. Darauf bauen wir“, erklärte der Kanzler. Deutschland und Indien wollen die Beziehungen vertiefen.

Engere Zusammenarbeit – bei Sicherheit, Wirtschaft und Fachkräften

In einem gemeinsamen Pressestatement mit Premierminister Modi nannte Kanzler Merz drei Schwerpunkte: 

  • Internationale Ordnung: „Wir setzen uns für eine internationale Ordnung ein, in der wir frei und sicher leben können“, so der Kanzler. - Auch wenn Deutschland und Indien nicht in allen Fragen nur einer Meinung seien. Beide Länder wollen sicherheitspolitisch enger zusammenrücken. In Gujarat wurden dazu wegweisende Absichtserklärungen unterzeichnet. Unter anderem zielen sie darauf ab, dass die Verteidigungsindustrien im Bereich Entwicklung und Produktion enger zusammenarbeiten.
  • Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen: Deutschland und Indien setzen auf Freihandel und offene Märkte. Indien als die am schnellsten wachsende Wirtschaft sei für Deutschland ein zentraler Partner im indopazifischen Raum, so der Kanzler. „Wir werden im Bereich der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit die nächsten Schritte gehen“, sagte er. Beide Länder vereinbarten, die Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie kritischen Mineralien, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung oder Wasserstoff und Batteriespeicherung zu vertiefen.
  • Zusammenarbeit bei Bildung und Fachkräften: Indien verfügt über hervorragend ausgebildete Fachkräfte – eine Chance für beide Seiten, so der Kanzler. Denn Deutschland brauche qualifizierte Profis im Handwerk, in der Industrie, in der Pflege, in der Informationstechnologie und in Ingenieursberufen.

Deutschland setzt sich für Freihandelsabkommen ein

Bei den Gesprächen ging es auch um das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und Indien. Es sollte so schnell wie möglich abgeschlossen werden – Deutschland setzt sich hierfür ein und intensiviert die Arbeit daran, das unterstrich der Kanzler in Indien. „Wir sollten uns die Chance nicht entgehen lassen, diesen Standort, diesen Kontinent, als wirklich präferierten Partner zu nehmen und mit ihm zusammenzuarbeiten“, sagte er. 

Besuch an Gandhis früherer Wirkungsstätte

Premierminister Modi empfing den Bundeskanzler in der Stadt Ahmedabad und besuchte mit ihm zunächst den Gandhi Ashrams Sabarmati, eine frühe Wirkungsstätte des Nationalhelden. „Mahatma Gandhis unerschütterlicher Glaube an die Kraft der Freiheit und an die Würde jedes Menschen inspiriert uns bis heute. Dieses Menschheitserbe verbindet Inder und Deutsche als Freunde in einer Welt, die Gandhis Lehre vielleicht nötiger hat denn je“, schrieb Kanzler Merz in das Gästebuch. Bundeskanzler und Premierminister fuhren anschließend zum Drachenfestival weiter, mit dem in Indien der Frühling eingeläutet wird. 

Wirtschaftsdelegation begleitet den Kanzler

Von Ahmedabad aus reiste der Bundeskanzler weiter nach Bangalore, um dort im globalen Technologie- und Start-up-Zentrum unter anderem Vertreterinnen und Vertreter deutscher Unternehmen zu treffen. In Bangalore besuchte er den Bosch Campus, einen Standort mit 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – „eine beeindruckende Zahl, aber auch eine beeindruckende Innovationskraft“, so Kanzler Merz. Begleitet wurde er auf seiner Reise von einer großen Wirtschaftsdelegation. Denn einer der Schwerpunkte der Reise war die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen mit Indien. 

Viele Unternehmen, die technologisch getrieben sind, würden die großen Chancen sehen, die sich an diesem Standort und in ganz Indien zeigten, so Merz. „Indien wächst in die Top-Liga unserer Wirtschaftspartner hinein. Viele deutsche Unternehmen bauen auf indische Fachkräfte und die Dynamik dieses Marktes“, sagte er.

Mehr als 2.000 deutsche Unternehmen sind heute schon in Indien aktiv, immer mehr indische Unternehmen investieren auch in Deutschland. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von fast 50 Milliarden US-Dollar in Waren und Dienstleistungen ist Deutschland Indiens wichtigster Partner in der EU

2026 begehen Deutschland und Indien das Jubiläum von 75 Jahren bilateraler Beziehungen und 25 Jahren strategischer Partnerschaft. Gegen Jahresende sollen Regierungskonsultationen in Berlin stattfinden.