Herausragendes Beispiel für zukunftsfähige Arbeitsplätze

  • Bundeskanzler | Startseite
  • Friedrich Merz 

  • Aktuelles

  • Kanzleramt

  • Mediathek   

  • Service

Pressestatement von Bundeskanzler Merz bei Salutas Pharma Herausragendes Beispiel für zukunftsfähige Arbeitsplätze

Bundeskanzler Merz hat gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze die Firma Salutas Pharma bei Magdeburg besucht, um einen Eindruck von dem leistungsfähigen Produktionsstandort zu bekommen. 

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Freitag, 26. Juni 2026
Kanzler Merz bei Salutas Pharma

Eine starke industrielle Basis schaffe eine verlässliche Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland und Europa mit kritischen Arzneimitteln, betonte der Kanzler. 

Foto: Bundesregierung/Heinl

Der Standort „ist ein Beispiel für einen modernen und anpassungsfähigen Industriestandort", betonte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Besuch eines Standorts von Salutas Pharma bei Magdeburg. Der Produktionsstandort sei ein herausragendes Beispiel für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den ostdeutschen Bundesländern

Salutas Pharma ist eine Tochtergesellschaft der Hexal AG innerhalb des Schweizer Arzneimittelherstellers Sandoz. In Barleben werden jährlich etwa zehn Milliarden Kapseln und Tabletten unter anderem zur Krebstherapie hergestellt und weltweit exportiert. „Generika sind für eine bezahlbare und sichere Grundversorgung mit Arzneimitteln in Deutschland unerlässlich“, so der Bundeskanzler bei seinem Besuch. 

„Eine starke industrielle Basis schafft eine resiliente und verlässliche Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland und Europa mit kritischen Arzneimitteln.“ Daher will die Bundesregierung die Rahmenbedingungen der Pharmabranche für die Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln weiter verbessern, unter anderem „setzen wir uns in der EU für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit ein“, so der Kanzler. Denn: Die Pharmaindustrie und Medizintechnik in Deutschland gehören zur Leitwirtschaft und sind eine Schlüsselindustrie. 

Lesen Sie hier die Mitschrift des Pressestatements:

Bundeskanzler Merz:

Lieber Richard Saynor, Herr Weigold, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich sehr, dass ich die Gelegenheit habe, heute zusammen mit Ministerpräsident Sven Schulze diesen wichtigen Standort der pharmazeutischen Industrie, die Salutas Pharma GmbH, als Teil des großen Unternehmens Hexal in der Sandoz-Gruppe zu besuchen.

Wir haben Gelegenheit gehabt, uns über den Pharma-Standort Deutschland auszutauschen, und ich möchte klar sagen: Gerade Generikaprodukte, also die nicht mehr patentgeschützten sogenannten Nachahmerprodukte, sind eine wichtige bzw. eigentlich die wichtige Basis für bezahlbare und sichere Grundversorgung mit Arzneimitteln in Deutschland und in Europa.

Richard Saynor hat in seinem Statement auf die strategische Bedeutung einer Versorgung mit Arzneimitteln hingewiesen. Wir haben in den vergangenen Jahren ja schon die Abhängigkeiten von Lieferketten in kritischen Bereichen wie eben in der Gesundheitsversorgung gesehen. Deshalb ist eine starke industrielle Basis für die resiliente und verlässliche Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland und in Europa mit kritischen Arzneimitteln für uns eine strategische Frage.

Wir konnten heute Einblicke in einen hochmodernen und leistungsfähigen Produktions- und Logistikstandort mitten in Deutschland gewinnen. Hier werden unter strengsten Bedingungen Arzneimittel hergestellt und weltweit exportiert. Wir haben uns über die Herausforderungen bei der Herstellung von Generika und sogenannten Biosimilars, also Nachahmerprodukten, informiert und haben mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Rundgang durch das Labor auch einen Überblick über wichtige Fragen der Qualitätssicherung gewonnen.

Ich will dem Unternehmen, aber ganz besonders Richard Saynor sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den wirklich sehr informativen Besuch herzlich danken. Das Unternehmen Salutas hat hier in Barleben im vergangenen Jahr sein 30. Standortjubiläum gefeiert. Ich freue mich, dass der Standort weiter wächst und dass das Unternehmen plant, weiter zu investieren.

Wir haben uns als Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die industrielle Gesundheitswirtschaft zu stärken. Ich will das hier wiederholen, was ich gerade im kleinen Kreis gesagt habe: Wenn man den Gesundheitssektor insgesamt betrachtet, also von der Herstellung von pharmazeutischen Produkten über die Gesundheitsversorgung in Arztpraxen und Krankenhäusern bis hin zur Versorgung älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen, dann erkennt man, dass dieser gesamte Sektor der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft ist.

Es ist der Sektor unserer Volkswirtschaft, der in den nächsten Jahren die meisten Arbeitsplätze neu schaffen wird und es zulässt, bestehende zu erhalten. Es ist deswegen für uns eine wichtige Frage, wie wir diesen Sektor auch weiter unter Marktbedingungen so entwickeln können, dass vor allem im pharmazeutischen Bereich mittelfristig wieder mehr wichtige Arzneimittel auch in Deutschland und in Europa produziert werden. Wir setzen uns deshalb ‑ auch ich persönlich in der Europäischen Union ‑ dafür ein, dass wir ein starker und wettbewerbsfähiger Standort sind. National führen wir den Pharma- und Medizintechnikdialog in dieser Legislaturperiode weiter.

Ich will der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erneut wirklich herzlich Dank dafür sagen, dass sie diesen strategischen Dialog mit der Industrie führt. Denn ein strukturierter Austausch der Bundesregierung mit den relevanten Akteuren aus Industrie, Verbänden, Wissenschaft, Selbstverwaltung, Gewerkschaften und nicht zuletzt mit den Vertreterinnen und Vertretern der Patienten ist für uns wichtig, um gemeinsam Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu finden.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung in den vergangenen 14 Monaten bereits zahlreiche Maßnahmen beschlossen, mit denen Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden sollen. Wir wissen, dass wir mehr tun müssen. Wir sind mitten im Prozess, und wir werden das in den nächsten Wochen auch weiter vorantreiben.

Ich will den Ländern danken, insbesondere heute Sven Schulze, dass er als Ministerpräsident eines wichtigen Standortlandes auch an diesem Prozess aktiv teilnimmt. Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten Jahren gerade in der pharmazeutischen Industrie zu einem der wichtigen Standorte in Deutschland entwickelt. Ich will auch herzlich Dank dafür sagen, dass Sven Schulze aktiv an dem teilnimmt, was wir Föderale Modernisierungsagenda nennen. Wir wollen ja gemeinsam erreichen, dass Deutschland ein digitaler Standort wird, dass wir Staatsmodernisierung und Digitalisierung voranbringen. Hierbei ist Sachsen-Anhalt für uns ein enorm wichtiger strategischer Partner zwischen Bund und Ländern. Deswegen mein persönlicher Dank auch noch einmal an Sven Schulze, dass er diese Arbeit mit so viel Kraft unterstützt und auch keine Angst vor Veränderungen hat, sondern der Ministerpräsident ist, der uns sagt: Macht es, und seht zu, dass ihr vorankommt mit den Themen, die jetzt wichtig sind, bis hin zu den umfassenden Reformen, die wir ja in Berlin bereits auf dem Tisch liegen haben.

In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank für die Gastfreundschaft im Land Sachsen-Anhalt, aber auch ganz besonderen Dank an die Unternehmensführung und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier an diesem interessanten Standort!