Europa erleben – schon in der Schule

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EU-Projekttag an Schulen Europa erleben – schon in der Schule

Ein Schultag im Zeichen Europas: Anlässlich des EU-Schulprojekttages hat Bundeskanzler Scholz das Bildungszentrum Gottlieb-Daimler in Sindelfingen besucht. Auch die Sprecher der Bundesregierung haben sich mit jungen Menschen über Europa unterhalten.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim Besuch im Gespräch mit Schülern.

Beim EU-Schulprojekttag stellen die jungen Menschen am Bildungszentrum Gottfried-Daimler in Sindelfingen dem Kanzler ihre Projekte vor.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Die Bundesregierung ruft in jedem Jahr – in enger Zusammenarbeit mit den Ländern – Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie deutsche Vertreterinnen und Vertreter von EU-Institutionen auf allen Ebenen zur Teilnahme am EU-Schulprojekttag auf. Bei Diskussionsrunden haben die Schülerinnen und Schüler dabei die Gelegenheit, sich über die EU auszutauschen. Auch Bundeskanzler Scholz und seine Regierungssprecher nehmen an dem Projekttag teil und haben Schulen in Baden-Württemberg und Berlin besucht. 

Podiumsdiskussion mit dem Kanzler

Für das Bildungszentrum Gottfried-Daimler in Sindelfingen ist Europa kein Fremdwort. Dank zahlreicher EU-Programme können die Schülerinnen und Schüler sich mit jungen Menschen aus dem europäischen Ausland austauschen und selbst erleben, wie Unterricht und Arbeit in anderen Ländern aussieht.

Welche Rolle Europa für das Bildungszentrum spielt, davon konnte sich Bundeskanzler Olaf Scholz persönlich einen Eindruck verschaffen. Anlässlich des EU-Projekttages an Schulen besuchte der Kanzler die Einrichtung in Sindelfingen.

Während eines Rundgangs stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit zu europapolitischen Themen vor. In Kleingruppen standen sie um ihre entworfenen Plakate herum. Der Kanzler nahm sich Zeit, ging von Gruppe zu Gruppe, lauschte den Kurzvorträgen und stellte interessierte Rückfragen, auch zu persönlichen Erfahrungen. Das Themenspektrum reichte dabei von Migration in die EU, über Möglichkeiten der CO2-Einsparungen bis hin zu Antisemitismus in Europa.

Ein ganz besonderes Anliegen war den Schülerinnen und Schülern das Thema Arbeiten und Lernen in der EU: Gegen Ende des Rundgangs stellte eine Gruppe dem Kanzler verschiedene EU-Programme vor, durch die es für Auszubildende sowie junge Facharbeiterinnen und -arbeiter die Chance gibt, andere Kulturen und Länder kennenzulernen.  

Durch EU-Programme in anderen Ländern arbeiten

Die Schülerinnen und Schüler sprachen teilweise aus persönlicher Erfahrung: Durch europaweite Programme wie Erasmus+ können sie Auslandserfahrung sammeln. Ein Schüler berichtete dem Kanzler, wie er für ein Praktikum nach Schweden ging und dort in seinem Betrieb gleich am ersten Arbeitstag mitanpacken konnte. Auch wenn viele der Schülerinnen und Schüler aufgrund der Pandemie auf einen Auslandsaufenthalt verzichten mussten, soll diese Möglichkeit den jüngeren Jahrgängen wieder ermöglicht werden.

Nach seinem Rundgang durch die Schule beantwortete Bundeskanzler Scholz während einer Podiumsdiskussion die Fragen der Schülerschaft. Es ging um die Verteidigungs- und Klimapolitik, um Politikverdrossenheit, Digitalisierung und Migration. Gut 200 Schülerinnen und Schüler waren dabei. „Wir müssen zusammenarbeiten in Europa“, sagte der Kanzler.

Europawahl weckt Interesse an der EU

In Berlin besuchte die Erste Stellvertretende Regierungssprecherin, Christiane Hoffmann, Jugendliche der 9. und 10. Klasse an der Hedwig-Dohm-Oberschule. Dass bei den Europawahlen in diesem Jahr auch junge Menschen ab 16 Jahren erstmals wählen dürfen, motiviert dort viele, sich intensiver mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und sich untereinander mehr über die EU auszutauschen. Es sei wichtig jungen Menschen zu zeigen, welche Möglichkeiten Europa bietet, betonte Christiane Hoffmann bei ihrem Gespräch mit der Schülerschaft. Der EU-Schulprojekttag sei eine Chance, das Interesse an der Europäischen Union zu stärken.

Umgang mit aktuellen Krisen

Auch der Stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner traf sich mit Schülerinnen und Schülern aus Berlin. Die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Romain-Rolland-Gymnasiums interessierten sich vor allem dafür, wie die EU und die Bundesregierung mit den aktuellen Krisen und Herausforderungen umgehen. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Nahostkonflikt, aber auch die Ausbreitung des Rechtspopulismus in Europa beschäftigten die Schülerinnen und Schüler dabei besonders.  

Engagment für Europa

Am Dienstag hatten die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule in Berlin-Gesundbrunnen Regierungssprecher Steffen Hebestreit zu Gast. Dieser beantwortete zunächst Fragen der Schülerzeitungsredaktion. Hebestreit beantwortete den jungen Journalistinnen und Journalisten Fragen zu seinen Aufgaben als Sprecher der Bundesregierung und zu Möglichkeiten, sich für Europa zu engagieren. In der anschließenden offenen Gesprächsrunde erläuterte der Regierungssprecher, was Engagement für ihn bedeutet: Die Teilnahme an der Europawahl oder auch der Einsatz für die Werte der Europäischen Gemeinschaft.

Europa geht in die Schule

Umfragen bei früheren EU-Schulprojekttagen haben ergeben, dass das Interesse junger Menschen mit den Veranstaltungen stark steigt und ein deutlicher Erkenntnisgewinn damit einhergeht. Der EU-Schulprojekttag wurde anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 ins Leben gerufen. Für die Jugendlichen ist der Austausch beim EU-Projekttag in diesem Jahr besonders interessant, denn: Bei der Europawahl am 9. Juni dürfen erstmals junge Menschen ab 16 Jahren wählen.

Weitere Informationen rund um die Europapolitik der Bundesregierung finden Sie auf unserer Schwerpunktseite Europa .