Pressestatement von Bundeskanzler Scholz bei seinem Besuch auf der Grünen Woche am 22. Januar 2024

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BK Scholz: Meine Damen und Herren, die Grüne Woche ist eine Leistungsschau der deutschen Landwirtschaft, aber auch der Lebensmittelindustrie in unserem Land und etwas, das sehr programmatisch ist für das, was wir uns für die Zukunft vorstellen. Auch in der Zukunft ist eines ganz zentral: Landwirtschaft, die wirtschaftlich erfolgreich ist. Wir wollen nicht, dass die Landwirtschaft sich darauf beschränkt, die Landschaft zu pflegen   das tut sie, indem sie erfolgreich ist  , und deshalb müssen wir alles dafür tun und werden auch alles dafür tun, dass Landwirtschaft auch in Zukunft zu unserem Bild dazugehört, zu unserer Wirtschaft dazugehört und dass die Begeisterung, die viele haben, für diejenigen, die diese schwere Arbeit jeden Tag leisten, auch eine ist, die dazu beiträgt, dass die Unternehmen eine gute Zukunft haben.

Ich hatte heute die Gelegenheit, ein paar Worte mit jungen Bäuerinnen und Bauern zu wechseln und mit ihnen zu sprechen und zu diskutieren. Das war so interessant, dass wir gleich eine Fortsetzung vereinbart haben, was ich sehr wichtig finde. Aber daraus kann man auch sehr viel Zuversicht schöpfen, weil das mit großem Engagement geschieht, was da jeden Tag auf deren Höfen von ihnen vorgenommen wird, woran man sieht: In der Tat, das ist ein ganz leistungsfähiger Wirtschaftszweig!

Wir haben große Veränderungen vor uns, auch, was die Landwirtschaft betrifft. Das muss behutsam geschehen und immer mit dem Blick auf die Machbarkeit. Auch das ist etwas, worauf sich alle in der Landwirtschaft Tätigen verlassen können. Aber es ist gleichzeitig auch ein Beitrag zur Zukunftssicherung für uns alle und für die Landwirtschaft. Insofern ist das hier ein Zeichen für das, was in den nächsten Jahren kommt.

Ein Satz zur weiteren Zukunft: Wir in der Bundesregierung haben uns fest vorgenommen, dass wir ganz konkret auch im Gespräch mit der bäuerlichen Landwirtschaft darüber diskutieren, was wir an pragmatischen Dingen unternehmen können, um die wirtschaftliche Tätigkeit dieser Unternehmen zu erleichtern und ihnen eine gute ökonomische Zukunft zu ermöglichen. Es gibt in der Tat viel zu viel Bürokratie. Das ist leider ein Satz, den sehr viele schon sehr oft und sehr lange gesprochen haben, ohne dass es dann hinterher tatsächlich spürbare Konsequenzen gegeben hat. Deshalb sind wir schon auch sehr stolz darauf, dass wir mit ziemlich vielen Maßnahmen bereits vorangegangen sind. Aber wir sind noch weit weg von dem Zustand, den wir uns für die Landwirtschaft der Zukunft vorstellen. Die meisten wollen arbeiten, auf dem Feld zum Beispiel, in der Lebensmittelverarbeitung. Sie wollen nicht mit Bürokratie ihre Zeit verbringen. Das ist ja nicht das, was unmittelbar die Begeisterung für den Beruf ausmacht. Deshalb haben wir hier auch ganz konkret besprochen, dass wir die vielen Vorschriften, die wir in Deutschland beeinflussen können, und die, die wir etwas schwieriger in Brüssel beeinflussen können, so verändern, dass genau auf diese Weise das Leben auf dem Hof, das Leben derjenigen, die dort arbeiten, leichter wird. Das ist etwas, worauf sich alle verlassen können, und insofern auch eine gute Aussage für die Zukunft unserer Landwirtschaft, die zu unserer Kultur, zu unserem Land, zu dem, was uns wichtig ist, aber   das dürfen wir nicht vergessen   auch zur Ernährungssicherheit für Deutschland und Europa dazugehört.