DB-Werk in Cottbus setzt neue Maßstäbe

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ICE-Instandhaltungswerk eröffnet DB-Werk in Cottbus setzt neue Maßstäbe

In der Lausitz ist das modernste Bahn-Instandhaltungswerk für die neuen ICE 4-Züge entstanden. Das „Neue Werk Cottbus“ nimmt nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit den Betrieb auf – und damit früher als geplant. Dies sei das „Deutschlandtempo“, sagte Kanzler Scholz bei der Eröffnung.

Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Rede im neuen DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk für ICE-Züge in Cottbus.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim Festakt zur feierlichen Inbetriebnahme des neuen DB-Instandhaltungswerk für ICE-Züge in Cottbus.

Foto: Bundesregierung / Steins

Betritt man die Halle des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn AG in Cottbus, ist die Größe des ICE 4-Zuges, der dort aufgeständert ist, überwältigend. 374 Meter und 13 Waggons können hier künftig auf drei Arbeitsebenen gleichzeitig unter einem Dach gewartet werden. Es ist deutschlandweit die erste Instandhaltungshalle, in der dies möglich ist.

Modernstes Bahn-Werk in Europa

Am Donnerstag haben der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Richard Lutz, und DB-Vorstand für das Ressort Digitalisierung und Technik, Daniela Gerd tom Markotten, das „Neue Werk Cottbus“ eröffnet – in Anwesenheit von Bundeskanzler Olaf Scholz, dem Ostbeauftragten der Bundesregierung Carsten Schneider und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Stolz auf einen zukunftsorientierten Arbeitgeber

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Werk sind stolz auf ihre neuen Arbeitsplätze. Bei einem Rundgang geben sie dem Kanzler Einblicke in ihre Werkstätte. Sie zeigen ihm, wie sie eine Gleisbrücke bedienen oder die Bremsbelege wechseln.

An einer Station darf der Kanzler selbst Hand anlegen: Feierlich bekommt er einen Schraubenschlüssel überreicht und zieht eine Wagenschraube fest. Damit ist das ICE-Werk endgültig eröffnet.

Wie stolz die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Cottbus über dieses zukunftsweisende Vorhaben der Deutschen Bahn sind, zeigt die musikalische Begleitung durch das Orchester des Staatstheaters Cottbus. Denn das Orchester wurde nicht etwa angeworben, um auf der Eröffnungsfeier zu spielen, sondern hat sich selbst proaktiv darum beworben, dabei sein zu dürfen.

Diese Wertschätzung, die die Eröffnung des „Neuen Werks Cottbus“ an diesem Vormittag erfährt, zeigt, welche große Bedeutung dahinter steckt. Sowohl für den Strukturwandel in der Lausitz als auch für die Dachstrategie der Deutschen Bahn „Starke Schiene“ .

Bahnvorstand Lutz spricht in seiner Eröffnungsrede von einem „Leuchtturm für Fortschritt und Aufbruch“. Kanzler Scholz sagt, er sei berührt, hinsichtlich des Erfolgs, der in so kurzer Zeit in Cottbus gelingen konnte – nicht zuletzt durch die gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Konzern.

Bundeskanzler beim Radsatzwechsel

Bei der Eröffnung des „Neuen Werk Cottbus“ darf der Kanzler selbst Hand anlegen.

Foto: Bundesregierung / Steins

Erfolgreicher Strukturwandel

Etwa 125 Werksarbeiterinnen und Werksarbeiter wirken täglich pro Schicht in der riesigen Halle und setzen um, was europaweit derzeit einzigartig ist. Die Instandhaltung des neuen ICE 4 in voller Länge und in der Hälfte der Zeit. Die Instandhaltung, die sonst vier Wochen braucht, ist hier in Cottbus in zwei Wochen möglich. 

Insgesamt sollen bis Ende 2026 zwei Instandhaltungshallen in Cottbus entstehen, wo die neuen ICE4-Züge auf sechs Gleisen gewartet werden können. Bis zur Fertigstellung des „Neuen Werk Cottbus“ werden insgesamt 1.200 neue hochwertige Ausbildungs- und Arbeitsplätze entstehen.

Zudem kooperiert die Deutsche Bahn AG mit der Betreiberin der Braunkohletagebaue und -kraftwerke in der Lausitz, der LEAG. Gemeinsames Ziel ist es, Auszubildenden und Beschäftigten, die vom Strukturwandel betroffen sind, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. „Die Lausitz bleibt auch im 21. Jahrhundert eine Industrieregion“, so Bundeskanzler Scholz.

Werkhalle "Neues Werk Cottbus" mit ICE4

In der Halle „Neues Werk Cottbus“ ist die Instandhaltung des ICE 4 in voller Länge und in der Hälfte der Zeit möglich.

Foto: Bundesregierung / Steins

Im Rahmen der Strategie „Starke Schiene“ baut die Deutsche Bahn AG ihre ICE-Flotte kontinuierlich aus. Bis Ende des Jahrzehnts sollen rund 450 ICE-Züge auf den Schienen unterwegs sein. Allein in 2024 wächst die Anzahl der ICE-4-Züge von aktuell knapp 100 auf 137 Fahrzeuge. Mehr über das Projekt „Neues Werk Cottbus“ erfahren Sie auf der Webseite des neuen Bahnwerks.