Nachhaltigkeit bedeutet, heute schon an morgen zu denken

15 Jahre Deutscher Nachhaltigkeitspreis Nachhaltigkeit bedeutet, heute schon an morgen zu denken

Bundeskanzler Scholz hat der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis zu ihrem 15. Jubiläum und zu ihrer wichtigen Arbeit in den vergangenen 15 Jahren herzlich gratuliert. Veränderung sei möglich – „wenn wir Dinge umdenken und umsetzen“, betonte der Kanzler.

Bundeskanzler Olaf Scholz hält eine Rede bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Bundeskanzler Scholz beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis: Nachhaltigkeit ist der Schlüssel für langfristigen Erfolg.

Foto: Bundesregierung/Grabowsky

Bundeskanzler Olaf Scholz hat in Düsseldorf die diesjährige Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises eröffnet. Er beglückwünschte die Preisträgerinnen und Preisträger sowie alle Nominierten. 

Die diesjährigen Ehrenpreisträgerinnen und -preisträger sind Fürst Albert von Monaco, Cradle to Cradle Erfinder Prof. Michael Braungart, Model und Stifterin Toni Garrn, die französische Sängerin Zaz, Sänger und Songwriter Michael Patrick Kelly. Weitere Preise werden in den Kategorien Unternehmen, Kommunen, Forschung, Architektur, sowie ab 2022 Sport verliehen. Dazu kommen Sonderpreise: Globale Partnerschaften, Start-ups und Verpackung. 

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis (DNP) vergibt seit 2008 jährlich Preise für wegweisende Beiträge, die sich mit dem Thema „Transformation in eine nachhaltige Zukunft“ beschäftigen. Ziele dabei sind, Nachhaltigkeitsinitiativen zu vernetzen, Partnerschaften anzuregen und Beispiele guter Praxis sichtbar zu machen. Der DNP wird bei einem zweitägigen Fachkongress verliehen. Er ist eine der größten Auszeichnungen seiner Art in Europa.

Wie kommen wir vom Umdenken zum Umsetzen?

Der Bundeskanzler nannte in seiner Rede drei Bedingungen, wie man mit neuen innovativen Ideen an die Umsetzung kommt.

Die erste Bedingung ist: Sich klare Ziele und auch Etappenziele setzen, wie es in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geschieht. Die Strategie orientiert sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ein wichtiges Ziel ist für die Bundesregierung das Erreichen von Klimaneutralität bis 2045.

Gemeinsam Ziele erreichen 

Beim Thema Nachhaltigkeit komme man am besten voran, wenn unterschiedliche Akteure und Disziplinen an einem Strang ziehen, so der Kanzler. Ein gutes Beispiel für Zusammenarbeit sei der Deutsche Nachhaltigkeitspreis.

Aber auch die Bundesregierung ist hier sehr aktiv. Beim G7-Gipfel in Elmau dieses Jahr ist der Klimaclub gegründet worden. Und national habe man das Bund-Länder-Projekt Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit ins Leben gerufen, damit sich breitere Bevölkerungsschichten an der Zielerreichung der Nachhaltigkeitsziele bis 2030 aktiv beteiligen können. 

Sarah Ryglewski, Staatsministerin beim Bundeskanzler und seit August 2022 für die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung zuständig, hob beim Deutschen Nachhaltigkeitstag hervor, dass Nachhaltigkeit mehr als ein abstrakter Begriff sei. „Es sind Taten von allen. Damit setzen wir Impulse – auch in der medialen Debatte. Neben all dem Fatalismus und dem Narrativ des Untergangs zeigen wir: Nachhaltigkeit klingt so abstrakt, aber das sind ganz konkrete Taten und Ziele – für besseren Zugang zu Bildung, leistungsstarke Gesundheitsversorgung, besseren Naturschutz oder bezahlbaren Wohnraum und Mobilität.“

Nachhaltigkeit ist keine Verzichtsdebatte 

„Mich hat es nie überzeugt, Nachhaltigkeit automatisch mit Verzicht gleichzusetzen. Wachstum und Fortschritt sind in uns angelegt. Aber nicht als ein ‚Weniger‘, sondern vor allem als ‚smarter‘ und ‚besser‘“, sagte der Kanzler. 

Nachhaltigkeit sei der Schlüssel für Wachstum und Fortschritt, der Schlüssel für langfristigen Erfolg und für die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft, ergänzte Scholz. Deutschland kann mit Innovationen und neuen Technologien weltweit zu dieser Transformation beitragen.

Schlagwörter